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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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150
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Vler und sechzigster Brief. ^

Der Mensch kann nur durch vieles Leiden von seinem v«.borgenen Sehen und Stützen auf eigener Tugend undKraft abgebracht werden. Die Wege der Entblößung, Ar-muth u. s. w, dürfen uns daher nicht beunruhigen, son-dern müssen uns zu einem anhaltenden Wegsehen ron«nS selbst nach Gott führen.

Kir

In der theuern Gnade Jesu Christiherzlich geliebter Bruder!

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Deinen mir angenehmen Brief habe ich erhalten, undseit meinem vorigen wieder einen Anfall von Schwäche r>*gehabt, von dem ich jetzt, Dank sei dem Herrn, wieder ^hergestellt bin. Wir gehen so sachte, mein Lieber, nachder Ewigkeit zu, was unfern Muth stärken muß, umnicht den Leiden und Kümmernissen zu unterliegen, die sobald ein Ende haben werden; denn hier ist für uns die ^Zeit der Reinigung und Vorbereitung, die wir vom Hem t Wselbst erwarten. Es ist nur eitel Gnade, worauf wir «chbauen und vertrauen müssen; wir können weniger dazu Bbeitragen, als Derjenige glaubt, der nicht im Schmelztie- istmgel gewesen ist. Täglich erfahre ich mehr, daß Nie- Ästmand gut ist, denn der einige Gott (Matth. IS, AL7.), und Diejenigen, die er durch seine Mittheilungen L>!gut macht. Ich sehe es mit einem tiefen Eindruck, daß 8es bloße Gnade ist, was Gott an uns gethan hat, und Mdaß es nur Gnade von ihm sein wird, wenn er uns derAufnahme in die selige Gemeinschaft seiner Herrlichkeit Hj.,würdigt. Alles wird der Creatur aus der Hand genom- Mmen, damit alle Augen auf den Herrn sehen und ihm »zuallein Ehre geben in Ewigkeit. Aber wie fest halten wir, iülyehe wir Alles aus den Händen fallen lassen! Wir sindunaussprechlich sesthaltend in und an uns selbst, so daß ^