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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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Gedenke der schönen sechs letzten Werse des 73. Psalms,in denen Du eine Uebereinkunst mit Deiner Stimmungfinden wirst; und was kann ich Dir Besseres wünschen,!>l», als dies Eine, daß der Herr Dir bleibe, was er ist: all-zeit deines Herzens Trost und dein Theil.Äs ^ (Ps- 73, 26.) Dein Alter wird ohne Zweifel von Ue-, beln und Schwächen begleitet sein; aber, o das großeWort! denen, die Gott lieben, dienen alleDinge zum Besten. (Röm. 8, 28.) Gottes KraftIW x wird in Schwache vollbracht. Von mir selbst kann ichr E x zur Ehre Gottes bezeugen, daß er sich mehr meiner Schwä-M,»chen als meiner Kräfte bedient hat, um sich und seineM Wahrheit erkennen und annehmen zu machen. Wie soz iE leicht mengt sich das Menschliche mit ein, wenn man,kn «ich auch im Geistigen, die Kraft und das Leben so zu sagenMich.'" stiner Hand findet; und wo das Menschliche oder dasÄM Eigne auftaucht, da bleibt das Reingöttliche unbekannt;»T«aber wenn ich, willig einstimmend in meine Armuth,M Ei, Blindheit und Unfähigkeit, mich dem Herrn mit kindli-^^chem Vertrauen hingab, in friedlichem Einbleiben auf ihnund seine Kraft harrete, dann spürte ich nach meinemiWrMaaße, daß ich stark wurde im Herrn, gerade wenn ich^ ul am schwächsten war und sein wollte. O, wie wahr ist, . eS, daß Alles Gnade ist! daß wir nichts sind und ver-"^gen, und der Herr Alles ist! Wie verabscheuenswür-dig kommt mir die Eigenliebe vor (der Herr erlöse mich* E gänzlich von ihr), durch die wir in uns selbst stehen blei-öen, ""d lieber Alles mit dem schwersten Kummer undAnstrengungen versuchen, als uns dem Herrn anzuver-trauen, der uns in seinem Sohne auf eine ganz andereArt liebt, als die Creatur sich selbst lieben kann. Daßi>, ^ die unendliche Liebe sich immer reiner, kräftiger und an-»^ haltender in uns verbreite und uns belebe, dies wünscheich vom Herzensgründe.