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Ein und sechzigster Brief.
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Trost eines Freundes über den Tod seiner Gattin. , ^
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In unserm theuern Heilande Jesu, ^
der Dich segnen möge, herzlichgeliebter Bruder!
Die Nachricht von dem seligen Hinscheiden unsrer ,Schwester, Deiner geliebten Hausfrau, traf mich um so >mehr, weil ich vor einigen Wochen, obschon krank, doch ""viel mit Dir in meinem Herzen beschäftigt gewesen bin, ^und der Gedanke mehrmalen in mir aufstieg, daß ich viel-leicht bald den Tod eines von Euch Beiden vernehmenwürde. Lieber Bruder, ich kann mir hinreichend vorstel- ^len, daß Du gewiß mit der innigsten Bereitwilligkeit dem ? ^Herrn die liebe Gesellin, die er Dir in seiner Gunst """schenkte, und die Du nur in ihm wirst geliebt und ge- ^»offen haben, wieder übergeben hast, indem Du weißt,daß Du sie, in ihm verlierend, keineswegs verlierst, son- ^der» in treuere Hände und in eine seligere Vereinigung ^'legst und erwarten kannst, sie in beiden bald wieder zu ^finden in vollkommener Herrlichkeit, nach der theuern und ^lebendigen Hoffnung, die uns durch die Auferstehung Jesu HChristi von den Tobten gegeben ist. Wohl rührt mich ^die Einsamkeit, worin Du bei Deinem hohen und schwäch- Oilichen Alter durch diesen Tod versetzt wirst; doch der Herr ^wird auch dieses wohl machen. Du weißt aus Erfahrung,lieber Bruder, daß alle Wege des Herrn Güte und Wahr-heit sind, daß er den Seinen nichts nimmt, oder er istbereit, selbst die Stelle des Entnommenen auszufüllen, 'Wund daß er der Herr denen genug ist, die ihn durch ^seine gnädige Offenbarung als den Allgenügsamen kennen,