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empfängt man und desto reichlicher wird man überfließen. ^Welch festhaltendes Wesen haben wir nicht von Natur! ^aber die göttliche Liebe bestreitet diese Eigenliebe und rot- ^tet sie immer mehr aus; sie macht uns ohne Kunst und ^Künstelei zu einem Herz und einer Seele mit allen ^Kindern Gottes. Der Herr Jesus hat so zu sagen die ^Glieder seines menschlichen Körpers von einander reißen ^lassen, um die seines geistigen Körpers zu vereinigen, da-mit sie alle eins sein möchten, wie er und der Vater ^eins sind. Herr, wann werden wir die ganze Erfüllung ^dieses deines göttlichen Gebetes sehen! Doch die Gemein- ^schaft der Heiligen ist nicht allein eine Gemeinschaft des ^Geistes, weil sie aus dem Geiste der Liebe Jesu Christi ^fließt, sondern auch, weil man sehr gesammelt im Geistevor dem Herrn leben muß, wenn man ihre köstlichenFrüchte schmecken will. Man fallt oft mit Herz und^ Sinnen auf verschiedene Art und Weise zu sehr auf daS
^ Aeußerliche, man gibt dem Verstände zu viel und dem
^ Herzen zu wenig; daher kommt es, daß man nicht für
Jeden gleichmäßig die Ebbe und Fluth der Liebe und Ver-einigung empfindet. Wenn die Seelen nur alle Umwege ^vermeiden und nach ihren Kräften dem Einen, das ^Noth thut, mit Ernst und aufrichtig nachstreben, nam-lich sich selbst abzusterben und dem Herrn durch Geist und ^Gnade zu leben, — gleich schmelzen die Herzen zusammen. p>Es ist wahr, man findet heut zu Tage unter der Menge «der Berufenen wenige solcher Herzenskinder, aber um soviel inniger muß auch die gegenseitige Liebe in dem Herrnbei denen sein, die einander mit solchen Herzen begegnen,und wäre es auch nur aus der Ferne. -
Ich habe mit Bedauern von Zeit zu Zeit Deine ASchwäche in Deinen alten Tagen vernommen. Ich ^zweifle aber nicht, der Herr wird es erträglich machen, Äund in Allem gut für Deine Seele. Es kann auch nicht ^