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werden nicht erkannt, weil man die Sinne nicht tödten Dwill; und die reine Wirkung Gottes in dem Geiste wirdnicht wahrgenommen, weil man ihr keinen Raum läßt,und mit der eignen Arbeit darüber wegeilt, und doch kann ^man ohne den Herrn nichts dabei verrichten; wir müssencs ihm mit inniger Beruhigung ganz überlassen.
Ick finde nichts schöner, mein werther Bruder, alswenn mir der Herr gestattet, ihm in meiner einfältigenund nackten Hingebung Raum und alle Gewalt über mich ^zu lassen, mit wahrer Erkenntniß meiner gänzlichen Nich-tigkeit. Ich finde, daß der Herr um so mehr Alles in ^uns ist und verrichtet, je weniger wir sind und thun. Erwill sein Recht an uns behalten, und wir dürfen nicht ^ ^das mindeste Recht haben; wir sollen nur erkennen und ' ^gründlich zugeben, daß er es allein ist, und wir also vernich- ? ltet vor und in ihm ruhen und wandeln wie die einfältigen js .Kindlein, ohne Kümmerniß wegen uns, ihn mit und in 7'uns schalten lassend. Dann wird er seine Wunder derGerechtigkeit, Güte und Weisheit an uns beweisen aus !?.bloßer Gnade. Er wird uns führen zu der Einheit mit 7^ihm in dem Geiste, wenn er selbst das Leben unsrer Seele 7.und die Grundursache unsres Thuns wird. Herrlichkeitsei seiner unendlichen Liebe in Christo Jesu! Amen.
Ich umarme und grüße Dich mit zärtlicher Bruder- so,!liebe, in der ich bleibe
Dein ' ij»,schwacher Mitbruder.
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