nach seinem theuern Ruse und seiner Einladung in un-scrm Herzen. Abgeschiedenheit macht innig und Innig-keit abgeschieden; aber dies thut allein nur die Innig-keit des Herzens. Herz und Liebe müssen innig anGottes Gegenwart glauben, seine Wirkungen wahrnehmenund sich diesen mit aller Einfalt und willenlos hingeben;den Verstand und die Sinne müssen wir ganz herauslas-sen und beide selbst bei Tage so wenig arbeiten lassen,als möglich ist. Dann wird in uns erfüllt werden, wasgeschrieben steht: Ich schlafe, aber mein Herzwacht. (Hohel. 5, 2.) Mit kurzen Worten gesagt, derliebe Vater sieht es gerne, wenn wir einfältige, folgsameKindlein werden, die ihren lieben Vater so recht herzlichlieben und, ohne viel zu thun oder auszulaufen, nirgendslieber sind als bei ihm, in seinem Schooße, in dem eruns nähren und erquicken will. Und nun, Kindlein,bleibet bei ihm. (1. Joh. 2, 28.) Der Vater selbstläßt uns seine treue Führung dahin täglich kräftiger spü-ren, damit wir, uns ihr ganz hingebend, als Kindleindas himmlische Königreich empfangen mögen. Amen.
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Geliebter! ich grüße und umarme Dich herzlich inder Liebe unsers Herrn, in dem ich durch die Gnadebleibe
Dein
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schwacher Bruder.