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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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seinen heiligen Zweck auf das vollkommenste mit uns er-reichen, indem er es so angeordnet hat, daß wir einanderin dieser fremden Welt kennen gelernt haben, um nämlichals liebende Reisefährten, in einer lautern Abgeschiedenheitund Innigkeit des Herzens zusammen, unter dem Geleitedes Herrn, fortzuwandeln nach unserm Vaterlande, diesüße, stille Ewigkeit, wohin wir durch Christum einenneuen, lebendigen Weg im Grunde unsers Herzens geöff-net finden, und einander auf diesem Wege, so viel es derHerr erlaubt, gegenseitig zu stärken und zu erquicken. Istdem nicht so, bester Freund? Erfordert nicht der Gna-denruf in unserm Innern eine solche lautere und im-mer ausgedehntere Abgeschiedenheit von Allem? Ach ja!eine durchgreifende Ausstoßung von Allem muß stattfin-den ; dem Herzen darf nichts bleiben, ankleben. Ja, wirnichts Unnöthiges, noch irgend etwas zu stark inunsere Gedanken oder unfern Verstand aufnehmen, son-dern müssen es wieder ganz abfallen lassen, um als wahreund durch nichts beschwerte Fremdlinge unsre Pilgrims-reise mit aller Leichtigkeit fortsetzen zu können. O, welchein köstliches Gut ist die Freiheit des Geistes! Nie-mand kann es glauben, der es nicht aus eigner Erfah-rung kennt; sie ist eine Perle, wohl werth, daß man Al-les dafür mit Freuden hingibt, und auch nur für diesenPreis ist sie zu erlangen, und kann nie wohlfeiler erlangtwerden. Es ist wahr, mein Lieber, auch wir haben fürdiesen Preis den Handel geschlossen, aber die ganzeSumme noch nicht abbezahlt, und doch bleiben wir ge-fangen, bis daß wir den letzten Heller abgetragen haben.O, Herr! gib, daß wir es dir Alle in Wahrheit über-tragen, aber mache du selbst uns auch recht frei durchdeinen Sohn.

Und dies wird gewiß geschehen, wenn wir nur trach-ten, in der Innigkeit des Herzens zu bleiben,

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