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Vier und fünfzigster Brref.
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Durch de» Eindruck, dm wir von Zeit zu Zeit von GottesAllgmügsamkcit erhalten, werden wir allmählig zu einerheiligen Gleichgültigkeit gegen alle andere Gegenstände ge-stimmt.
Zn dem Herrn Jesu Christo herzlichgeliebter Bruder!
Deinen letzten Brief habe ich richtig erhalten, und erwar mir aus mehr als einem Grunde sehr angenehm, be-'sonders weil ich darin abermals sehr deutlich den theuernRuf des Herrn zu seiner reinen Gemeinschaft im Geistespüren konnte. Von Zeit zu Zeit empfangen wir, voneiner nicht immer sichtbaren Hand, einen verborgenen undimmer festem Eindruck von der Gegenwart und Allgenüg-samkeit des Herrn in uns, so daß man es gleichsam be-ständig auf eine allgemeine Weise in sich fühlt , nebst ei-nem Gesicht von der großen Reinheit in allen Theilen,mit der man diesem genügenden Gegenstände anklebenmuß, welches Gesicht uns zuweilen mit solcher Kraftund Annehmlichkeit einnehmen kann, daß dieses ein hin-längliches Zeugniß von seinem Ursprung gibt. Dem Wil-len wird nicht zugegeben, sich in etwas, was Gott nichtist, sestzusetzen; der Verstand verliert die Lust und Fähig-keit, um auf seine frühere Art thätig zu sein; alle Leiden-schaften und Neigungen werden allgemach zu einer solchenheiligen Gleichgültigkeit und Stille gebracht, daß sie nichtmehr mit der frühem Empfänglichkeit in Bewegung ge-rathen bei den verschiedenen so bösen als guten Anregun-gen und Gegenständen u. s. w. Und zu welchem Zweckedies Alles? doch wohl bloß, um von Allem los und ent-fremdet zu werden, damit der eine Gegenstand: Gott