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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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in uns, es allein sei, der uns rühre, und damit alle MKräfte der Seele ungehindert und ungestört in inniger ^Ruhe und Freiheit des Geistes ihm anhängen können;denn darin liegt unser einziges und ewiges Heil.

Wohl ist es wahr, wie Du schreibst, daß es einegroße Sache für uns arme und nichtige ja sündliche Ge-schöpfe ist, um unser Auge und Herz dergestalt auf diesen Alallein genügenden Gegenstand zu befestigen; aber es istGott, der uns dessen in Christo würdigt: und so wieer ist auch seine Gnade, das heißt: göttlich, großund unbegreiflich. Es ist also sein Wohlgefallen, ^was läßt sich dagegen sagen? Er macht es so mit uns, ^daß wir für eine ganze Ewigkeit Stoff haben, ihn zu 'verherrlichen. Muß das Gesicht von der Größe seinerunverdienten Gnade uns an der einen Seite in und vorihm vernichten, so wird es an der andern Seite unserHerz nicht weniger innig erfüllen mit Gegenliebe, kindli- ^chem Vertrauen und Hingebung an diese köstliche Gnade,ohne viel Zurückblicken auf uns selbst. Ich kann nichtunterlassen, lieber Bruder, diese letzte Stimmung Dir ^abermals anzupreisen, wiewohl ich selbst noch darin soschwach bin. Wir werden berufen zu der vollen Verläug- -Enung unsrer selbst und aller Dinge, die uns nach dem -i"Naturlauf eng umschließen; der Geist aber will und ^muß dennoch seinen freien Raum haben. Wir müssen mit ^ihm nach innen in Gott eingehen auf eine reine Art, in ^der Liebe und in dem Vertrauen wandelnd, ohne vielenRückblick auf uns selbst, und so wird uns der Herr jelänger desto inniger mit sich verbinden. Seiner treuen ^Führung trage ich Dich nebst Deiner lieben Ehefrau ausdem Grunde meines Herzens auf. Er unterwerfe Alles, 'A-dwas in uns ist, seinem Wohlgefallen, damit er als Herr ^und Meister auf dem Throne unsers Herzens sitze, undfolglich in uns herrsche und lebe ewig! Amen.