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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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jenige, was Du mir von dem Zustande Deines Herzens §1sagst. Alles, was wahrhaft gut ist, kommt so ganz al-lein vom Herrn. Die Seele erfahrt es auch immer gründ-licher, daß sie Alles ohne Anfassen oder Aneignen imHerrn lassen muß, wenn der Geist in seiner Reinheit ^und Ruhe bleiben soll. Man wird auf den innigen We-gen des Herrn je länger je ärmer und schwächer in sichselbst; denn der Herr will selbst durchgreifen und alleinunsre Gerechtigkeit und unser Friede sein, wenn man esihm nur innig anvcrtrauet, ohne das Geringste mehr vonsich selbst zu erwarten oder mitzubringen. Welche ausneh- ^mende Barmherzigkeit Gottes ist es nicht, wenn eine auf- si«richtige Seele im Gefühle ihrer äußersten Armuth und ÄSchwachheit nicht beunruhigt noch verzagt, sondern da- Wdurch nur zu einer ruhigen Vernichtung ihrer selbst und sin!einem noch reinern Einsinken in den Grund gebracht wird, »mwo der freie, offne Born wider die Sünde »jrund Unreinigkeit für das Haus David und '.M!die Bürger zu Jerusalem geöffnet ist in dem Na- Äsimen Jesu. (Zacharia 13, 1.) Eine so in sich selbst ganz uchzerknirschte Seele wird erfüllt von der Güte Gottes, so n-daß sie zuweilen wohl im Geiste ihren Lobgesang mit Ma- 2 ,«ria (Luc. 2.) singen möchte. O, mein werther Bruder,wie ist uns Gott so nahe und so gut im Namen Jesu! Daber er muß uns auch recht nahe haben, wenn wir die MKraft dieses Namens spüren und durch seine Güte gut j,^gemacht werden sollen. Er lebe also immer reiner in uns, ^auf daß wir leben mögen durch und für ihn! Er verherr- ^liehe sich selbst in uns, auf daß wir ihn verherrlichen rnö- ^gen in der Zeit und in der Ewigkeit! Amen. ch,

Ich bleibe mit liebendem Gruße

Dein

in der Liebe verbundener Bruder, itztz