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Vierzigster Brief.
Men» Gott uns zu einer kindlichen Abhängigkeit von ib«und zur Ruhe in ihm bringen will, dann führt er uninicht mehr Lurch Zunehmen und Slarkwerden, sonderndurch Abnehmen, Arm - und Schwachwerden.
In unfern, theuern Heilande Jesuherzlich geliebter Bruder!
Ich fühle mich gedrungen, Dich einmal wieder in,Geiste und auch durch einen Brief zu besuchen und vonHerzensgründe zu begrüßen. Der Herr segne Dich, meinBruder! Er sei bei Dir mit seiner Gnade! Er schenkeDir Frieden, und er selbst sei Dein wahrer Friede, derallen Verstand, alle Vorstellung und allen Begriff über-trifft! Amen, Jesus! O wie wahr ist es nicht, daßGott allein genug ist; denn er ist der eigentlicheGegenstand, Zweck und Ruhepunkt unsers Geistes undunsre ganze Seligkeit. Mag es mit uns und den Din-gen um uns so oder anders beschaffen sein, dies ist durch-aus gleichgültig, und Alles ist gut und recht, wenn es inder Ordnung Gottes ist. Davon hängt unser Friedennicht ab, aber von unserm guten Gott in Christo, derunveränderlich gut, selig und genug bleibt in sich selbst,und auch in denen, die nur Ihn allein wünschen. Jemehr ich die Vergänglichkeit oder die wunderbar veränder-lichen Ereignisse dieses nichtigen Lebens betrachte und er-fahre, denen wir mit Seele und Körper unterworfen sind,um so höher achte ich die Barmherzigkeit, daß wir unsso unbekümmert dem ewig-festen Fundament, das Gottselbst ist, hingeben dürfen. Ja, je tiefer wir empfinden,daß wir und alle Dinge so sind, wie sie sind, nichtig, ge-brechlich, schwach und veränderlich, um so mehr muß unsdies bewegen, uns selbst und allen Dingen zu entsagen,
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