93
H>?7muß dieser Anblick, und wie müssen dergleichen Zufalleunfern Geist nicht vertiefen in das ewige und unverän-
kj. ? derliche Gut und Wesen, damit wir mit Beseitigung und^-„^7 freiem Durchschreiten aller Dinge nur in dem Einen^ beruhen, und wie ein Kindlein niedersinken in seinen geöfs-rieten Schooß, mit David sprechend: Ich liege und^''schlafe ganz mit Frieden; denn allein du,Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. (Psalm««ch 4, g,) lieber Gott, mache uns zu solchen abgeschie-denen innigen Kindern der Ewigkeit! Der Weg zu die-W M sem Allerheiligsten ist uns ja durch das Blut deines Soh-nes geöffnet, der Vorhang weggeschoben; ja, du rufst undnöthigst uns so liebreich, um ohne Bangigkeit näher zuM BR treten; du lassest uns die innigste Neigung des Geistesempfinden, dir zu folgen, uns ganz an dich zu überlassen,und an nichts kleben zu bleiben, was unter dir ist. Nimmuns dann auf zu dir und besitze uns ewig; erniedrige,vernichte und reinige uns nach deiner Weisheit, uns durchdeine Güte unterstützend, denn wir vermögen nichts imGuten, aber leider nur zu viel im Bösen. Wir sind"" °' Staub und ein unwürdiger Staub, bloß nur Gegenständedeiner göttlichen Barmherzigkeit; nimm uns auf in deineArme mit deiner bodenlosen Liebe im süßesten Namend»c Jesu, denn wir sind die Deinigen; stärke uns in allenLeiden; gieb, daß wir allein auf dich vertrauen, und ohne' Rückkehr zu uns selbst, auf daß du Ehre, Friede und^' Freude in uns und wir in dir, o du unser Gott und ein-ziges Alles unsrer Seelen, finden, bis dahin, wo du unsLrli!« eine Ewigkeit schenken wirst, um dich vollkommen beschauen,lieben und verherrlichen zu können um Jesu willen. Amen!,!«>D Ich bleibe mit treu verbundener Liebe
Euer
schwacher Reifegenvsse.