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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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Nachgeschmack ist ewige Freude. Noch haben wir dieköstliche Gelegenheit, das Herz des Herrn zu erfreuendurch Leiden und Unterwerfung, und bald sind alle Lei-den für ewig vergessen, und ewige Freude ist die Frucht.Sollte es dem Herrn gefallen, Euch Beide oder Einenvon Euch wieder genesen noch etwas bei uns zu lassen,und wir auch die Lust schmecken, einander von Angesichtzu Angesicht zu schauen, dies würde mir sehr erfreulichsein. Aber da dieses ungewiß ist, so kann ich Euch, lie-ber Bruder und liebe Schwester, wenn der Herr Euchzu sich nehmen wollte, mit aller Zuversicht und Ruhe auSmeinen Händen (doch nicht aus meinem Herzen) in dieunsers treuen Seligmachers übergeben. Er nehme dieseselende Kreuzleben nur getrost hin. Jesus ist unser wah-res und ewiges Leben. Wir haben uns mit dem Herrnund untereinander nicht für diese Zeit, sondern für dieunendliche, selige Ewigkeit verbunden; da hoffe ich Euchin vollkommener Freude wieder zu finden und zu umar-men, und mit Euch ewig bei dem Herrn zu sein. Gehtdann hin in Frieden, wenn er Euch ruft, meine Vielge-liebten; gehet ein in die Seligkeit Gottes! Geht getrostdurch das Blut Jesu ein in das Heiligthum! Gehet hin,um dies selige und beseligende Wesen von Angesicht zuAngesicht vollkommen und in alle Ewigkeit zu beschauen,anzubeten, zu lieben, zu verherrlichen, zu genießen in derhimmlischen Gesellschaft aller vollkommnen Geister! Ihm,der auf dem Stuhle sitzt, und dem Lamme seiLob und Ehre und Preis und Gewalt vonEwigkeit zu Ewigkeit! (Offenb. 5, 13.) Amen.

In der demüthigen Hoffnung, bald diesen Lobgesangmit Euch anzustimmen, bleibe ich

Euer

liebender Mitgenosse im Leiden.

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