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Drei und dreißigster Brief.
War Gottes Güte und Weisheit für uns erwählt, ist imniqLaS Beste für uns. so körperlich wie geistig. Nichts Gu-tes in sich finden, macht, daß man nichts vom Herrn jufordern hat, und mit Allem zufrieden ist, was er gihoder nicht gibt.
In unserm theucrn Heilande Jesu,der unser Leben und Alles seiund bleibe, sehr herzlich gelieb-ter Bruder!
Es war mir recht erfreulich, wieder einmal einenBrief von Deiner Hand zu sehen, und da dies in langnZeit nicht stattgesundcn hatte, so folgerte ich daraus, dases sich mit Deiner Krankheit jetzt bessere; aber ich schmit herzlicher Betrübniß, daß dieses keineswegs der Fel!ist. Nun, so sei auch hierin der Herr geliebt und ange-betet! Wir sind unverständige Kinder, wir wissen nichl,was für uns das Beste ist; aber das wissen wir, dch^ßsalle Handlungen unsers guten Gottes und Vaters aulWeisheit und Güte entspringen, und wir nichts Bessereserwählen könnten, als das, was er für uns nach Leiund Seele in der Zeit und Ewigkeit erwählt. Darumhaben wir, je mehr etz ihin gefällt, uns in allen Hinsich-ten zu unwissenden Kindern umzuwandeln, desto wenigerUrsache, viel nachzudenken oder uns um irgend etwasbekümmern; sondern wir müssen Alles mit Ehrfurcht a»Sdes Vaters Hand empfangen, und uns ihrer Führungganz überlassen, so gut und so einfältig als es ihm ge-fällt; diesen großen Gott mit seinem Geschöpf, das ihmangehört, was er bis auf den Grund kennt, und bahnweiß, wie mit ihm umzugehen, nach Wohlgefallen schal!«