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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
Entstehung
Seite
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Jesu Christo, (t. Ioh. t, 3.) Briefe also und kör-perliches Zusammensein sind erquickend, wenn uns derHerr das eine oder andere gönnt, aber nothwendig sindsie nicht für uns. Die Uneigennützigkeit, welche das Kind-liche mit sich bringt und mittheilt, macht, daß man indieser Hinsicht nichts fordert und verlangt, und weder imBesitzen noch Entbehren die innere Ruhe verliert, weilsich die Herzen gegenseitig kennen.

Unser Freund I>, unser Freund II. und viele andereunserer Freunde sind kurz hintereinander dahin geschieden,und wir auf dem Wege ihnen zu folgen. Ihr Leiden undihre Mühen sind vorüber, und auch die unsrigen schwin-den mit der eilenden Zeit, so daß wir keine Ursache ha-ben, schwermüthig darauf hinzublicken. Der Herr ist mituns, mit Ihm können wir Alles tragen und ertragen,wie auch diese Freunde thaten. Wir können und dürfenes so recht kindlich glauben, daß der Herr mit und inuns ist, und sein Wohlgefallen darin findet, so recht in-nig bei uns zu bleiben, und sich unzertrennlich mit unszu vereinigen. O, über den menschliebcnden Schatz unddas anbetungswürdige liebe Wesen, was aus Liebe füruns zum Menschen geworden ist, um uns recht nahe undinnig verwandt zu werden, und das göttliche Leben mitallem seinen Heil und Segen wieder in den dürren mensch-lichen Baum zu leiten. Warum sollten wir also nichtAlles aus ihn ankommen lassen, und ihn im Leiden undTragen, im Leben und Sterben nicht ruhig erwarten, daer unser Leben und Alles mit uns ist? Aber er dringtso tief in das Herz ein, daß wir entwöhnte und einfäl-tige Kindlein werden müssen, die nur von seiner Einwir-kung leben, und seinem Wirken im Innern und seinerVorsehung im Aeußcrn sich ganz hingeben und überlassen.Thun wir dies, dann wird er sein Werk für uns vollen-