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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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ruhen, und kein Heil, Gut oder Stütze anderswo suchen,als nur da, wo es zu finden ist, bei unserm Gott, die-sem ewigen und vollkommnen Heil, das keinem Wechselunterliegt. Zwar ist es ausgemacht, daß wir nicht ster-ben, ohne zu leiden, und nicht ohne viel zu verlieren denäußern Menschen ablegen; aber der Weg muß uns so lieb-lich sein, wie das Ziel, weil Gott für die Zeit dies auchnur von uns will. Unsre Vollkommenheit und Ruhe be-steht nicht in Größe oder Niedrigkeit, sondern darin, dasein zu wollen, wohin uns Gott stellt. In friedlicherVernichtung sicy selbst zu fühlen und zu tragen, ist Gotteben so angenehm, als mit Paulus in den dritten Him-mel entzückt zu werden, wenn es dem Herrn so beliebt.Wie vielen Bedenklichkeiten, Unruhen und Kummer über-hebt es uns nicht, wenn wir uns einfach dem Herrn hin-geben, und Ihm im Glauben anhangen und verherrlichen.Ich wünsche, daß wir diese Barmherzigkeit täglich kräfti-ger vom Herrn empfangen, zu seiner eigenen Verherrli-chung in uns.

Ich muß abbrechen, lieber Bruder, Dich im Namendes Herrn Jesu grüßend, und Dich im Geist seiner Liebeherzlich umarmend. Der Herr sei mit Deinem Geist, undsei Dir Alles in jeder Hinsicht! Er allein kann, willund wird alle unsre Bedürfnisse durch sich selbst überflüs-sig befriedigen, und uns unter allem Druck vorbereitendurch Jesus Christus für sein ewiges Reich und für seineHerrlichkeit. Amen.

Ich bleibe durch die Gnade

Dein

in dem Herrn verbundener Bruder.

Mülheim, de» N Oktober 1743.

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