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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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63
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Drei und zwanzigster Brief.

Gott ergebene, einfach« Seelen rechnen nicht» dem Zufall an,sondern erkennen in Allem Gotte- Fügung. Unsre Voll,kommenheit und Ruhe liegt allein in der Vereinigungmit dem Willen Gottes.

In unserm theuern Erlöser Jesus,der unser Leben und Alles sei,sehr werther und herzlich gelieb-ter Bruder!

Lmiitz Es war mir sehr lieb, wieder einmal ein BriefchenM fme von Dir zu erhalten. Ich sehe daraus, daß Du in Dei-Nchu nem vorgerückten Alter auch beinahe immer noch mit ei-ch nigen Schwächen zu kämpfen hast. Ach, mein Bruder!ch-K.' z wie nichtig ist doch dieses Leben, und wie vielen abwech-ulM selnden Zufällen ist es nicht unterworfen! Indessen erge-, MD k bene und einfältige Seelen trifft nichts durch Zufall; manismn Lw lernt immer friedlicher Alles von des Herrn Fügung an-Hrijiü nehmen, wie es kommt; man lebt eingeschlossen und dochKM geräumig in der Gegenwart, ohne sich viel mit trübenWoraussichten abzugeben, der Führung von Gottes Gütevertrauend, die in Allem waltet, und oft, selbst in denkleinsten natürlichen Ereignissen, ein großes übernatürli-^ ches Heil für uns im Auge hat. Die Anbetung Gottesund die Vereinigung mit Ihm und dem, was Ihm ge-, bewirkt schon allein, daß wir im Grunde stets un-^ verändert bleiben, bei allen stattsindenden körperlichen oder^ geistigen Veränderungen, denen wir im Zeitlichen bestän--r big ausgesetzt sind. O, der Herr schenke uns doch immer^ ^ mehr diese Einfalt und Unschuld Jesu Christi, in der wiri M uns nur als ein dem Herrn wohlvertrautes Gut bctrach-ten, und in Allem, was uns bctriffr, in unserm Gott be-