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müssen, wird allgemach ein Gottesdienst, wenn wir esstets mit einer lautern Absicht dem Herrn opfern. Lernebei Dir selbst das Licht, was Du durch Deinen Verstandempfängst, wohl unterscheiden von dem Eindruck und derBerührung, die Du abwechselnd in Deinem Herzen spürst.Diese letztem müssen durch Stille, Gebet und mit Treuegepflegt werden. Je stärker Dein Herz sich getroffenfühlt, desto schöner wird sich zuweilen das Licht dieseroder jener Wahrheiten in Deinem Verstand spiegeln; laßDich aber nicht von dieser Schönheit zu sehr verlocken,bleibe nicht dabei stehen; sie soll allein Dein Herz erwär-men, um Dich abermals und um so inniger dem Herrnzu übergeben. Uns selbst und allen Dingen absterben undganz vor Gott zu leben, sei unser einziges Streben und Ziel.
Ich grüße Dich herzlich und bleibe durch GotteSGnade
Dein
Dich liebender Freund und Mitkämpfer.
Mülheim, den 16. December 1735.
Sechzehnter Brief.
Der Ruf zu einem inner» Leben ist eine sehr große GunstGotteS, und erfordert ein fortwährendes Absterben von ^dem natürlichen Leben und von der Eigenliebe. Mandarf hierin nichts bestimmen und festsetzen, sondern mußes auf Gott ankommen lassen. ES ist nicht rathsam, sei-nen äußern Beruf daran zu geben, so lange noch keinhinlänglich fester Grund von Innigkeit gelegt ist.
In der Gnade des Herrn Jesus wer-«ther Freund und Bruder! !
Deine beiden lieben Briefe vom 13. und 30. Januar *habe ich erhalten. Was mich betrifft, ich bleibe immer
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