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genheit herzlich grüße, besonders Deine liebe Hausfrauund lieben Kinder.
Dein
treu verbundener Freund und Bruder.Mülheim, den 10. Deceinber 1735.
Fünfzehnter Brief.
Gott thut seinerseits an unserm Herzen Alles, was er kann.Wir müsse» ihm unwiderruflich unfern ganzen Willenübergeben, wenn wir inwendig Raum erlangen wollen.Verschiedene nützliche Lehren, das Innere und Aeußerebetreffend.
Nach dem kostbaren Ruf der Gnadesehr geliebter Freund!
Dein angenehmer Brief ist mir zu seiner Zeit gewor-den. Ich bin überzeugt, daß Gott eine Liebesabsicht da-bei gehabt hat, daß wir uns diesen Sommer auf einenAugenblick, und vielleicht zum Ersten- und Letztenmal indieser Welt, gesehen haben. Ich gestehe, daß ich seitdemoft Deiner im Gemüth gedacht habe. Wenn der Herrunser Gott Dir das schenkt, was ich Dir so wiederholtherzlich wünsche, dann weiß ich, daß Du seinem Rufetreu bleiben, und ein Mensch nach seinem Herzen werdenwirst. An Gott wird es nie fehlen; was soll er mehrthun, als er thut? Er hat uns seinen Sohn gegeben zurVersöhnung unsrer Sünden; er ruft uns aus lauter Gütezu sich durch seine Gnade in unserm Herzen, und er istunaussprechlich bereitwillig, uns aus unserer Verdorben-heit herauszuziehen und in seine Gemeinschaft zu führen,wenn wir nur unfern ganzen Willen unwiderruflich in