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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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selbst zu Deiner Seele: Friede sei mit dir! Ja, ermöge es wiederholen, so oft das Gemüth bei der einenoder andern Gelegenheit durch Rührung, Verwirrung oderNiedergeschlagenheit aus dem erforderlichen Gleichmuth ge-rissen wird. Unsere Stärke liegt in dem Frieden, undunser Frieden im Hingeben und Loslassen. Darum trach-tet der Versucher uns zu beunruhigen; aber des HerrnArbeit ist, uns zu stillen und Frieden zu geben. KeineMutter kann so beeifert sein, ihr gefallenes und weinen-des Kindlein zu besänftigen, als der himmlische Vater ist,um die Gemüther derjenigen zu befriedigen, die im Her-zensgrund nichts als Ihn und Seinen Willen be-gehren. Des Herrn Wohnung ist im Frieden,und Herzen, in denen Friede herrscht, sind seine Lust undsein Reich, dessen Grundveste die Gerechtigkeit und Wahr-heit ist; doch keine Gerechtigkeit nach dem Menschen, dienur Ungerechtigkeit ist und keinen Frieden schenkt; abereine Gerechtigkeit, die aus dem Glauben stammt, mit derdie Seele sich an Gott und seiner Gnade in ChristusNamen ganz hingibt, und daher durch die Einwirkungder göttlichen Gerechtigkeit von der Sünde und der Ei-genliebe gereinigt, mit Gott vereinigt, und nach seinemHerzen durch die reine Liebe gebildet wird. Der Herrnehme uns also ganz aus unfern in seine göttlichen Hände,damit wir uns von ihnen, ohne Gegenstreben, formen las-sen wie der Thon in der Hand des Töpfers! Amen.

Ich bleibe

Dein

im Herrn verbundener Bruder.

Mülheim, den 10. Juni NZS.

HiN«!