32
dem Herrn Raum macht, Alles hingibt und überlaßt, c,auch innig eingcht in alle seine Wege und Führungen,die uns für die reine Anhänglichkeit an ihn vorbereitenund zu ihr hinleiten. Ist dem nicht so, mein Geliebterin dem Herrn? muß der Herr nicht Alles sein? und wirdEr es nicht auch in uns sein? und ist dieses nicht dieSeligkeit unsres Geistes? Seine unendliche Barmherzig-keit dulde doch nicht länger die Unschicklichkeit und Unord-nung in uns, daß irgend eine Crcatur, oder irgend et-was vom Unsrigen den Platz einnehme, der Ihm alleingebührt; oder daß das unsaubere Eigene sich mit seinergöttlichen und kostbaren Wirkung vermenge. Zu dieserReinheit hat er uns berufen, und ruft uns noch immer-während dazu hin. Er sieht auch wohl, daß unser Be-gehren (von seiner göttlichen Liebe getroffen) erst auf die-ser Höhe vollkommen still stehen kann.' Darum müssenwir mit kindlichem Vertrauen, ruhig im Geist, in seinenHänden liegen bleiben, wohl wissend, daß Er dies großeWerk in uns durch sich selbst aussühren wird. Daswahre und lebendige Wort Gottes, vor bestem Ange-sicht alles Innerste in uns offen darliegt, dies zweischnei-dige Schwerdt weiß am besten zu scheiden, was nicht indas Allerheiligste gehört; denn es scheidet Seele undGeist (Ebr. 4, 12.); auf daß der Mittelpunkt unsresGeistes seine reine, stille und beständige Wohnung undRuhe werde und bleibe ewig. Wir, die da glauben, ge-hen ein zur Ruhe. Ehre unserm Erlöser, und ewigenDank Ihm, der uns durch sein Blut einen solchen inni-gen und freien Zu- und Eingang zur seligen Ruhe vonGottes wirklicher Gemeinschaft erworben hat! Amen.
Wir wollen uns, liebster Bruder, zu diesem Zweckeganz dem Herrn opfern, wenn er uns Gnade dazu ver-leiht, auf daß alle Vermittlung und Hinderniß bei diesemgroßen Werke des Herrn immer mehr weggeräumt, und