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Alles hingeben und überlassen, um damit nach ihremWohlgefallen zu schalten. Unsre Gedanken und Wortesind alle viel zu klein und zu schwach, um das Innigeseiner Gegenwart im Innern unsers Wesens ausdrückenund fassen zu können. Er ist uns so nahe wie ein Freund,der in unserm Hause mit einwohnen, Umgang mit unspflegen, und sich mit uns auf eine unaussprechliche Weisezu unsrer Glückseligkeit vereinigen will. Er ist uns na-her als wir uns selbst, und doch dem Eigenwillen uner-reichbar. Es ist, als ob Er gleichsam in einem großenLandstrich in uns wohnte, von woher er unserm Geistzurust: Komm ohne dich selbst! aber das Sprechendes Herrn ist Handeln. Diese wahre Nacktheit und Ein-falt muß und will Er selbst in uns hervorbringen, darumdurchkreuzt Er unsre eigenen Wege und Handlungen. Erruft und führt uns zu einer innigen Duldsamkeit,d. h. zum Einhalten des Unsrigen und Platzmachen undErwarten des Seinigen. Er reinigt nach und nach denGeist vom Eigenen und Groben, das ihn fesselt unddrückt, und führt ihn endlich so zur Freiheit der KinderGottes in des Vaters Haus, wo das verlorene Kind wie-dergefunden wird und Ueberfluß von Speise bekömmt.
Hilf uns daher, anbetungswürdiger Gott! uns, diewir ganz in uns selbst verstrickt sind, so daß wir mehruns und das Unsrige beschauen und fühlen, als dich. Duaber, der du uns doch so innig nahe, bist, mache Raumin uns für dich selbst. Gieb, daß wir uns vergessen ler-nen und uns fahren lassen, um einzugehen in die einfäl-tige Abgeschiedenheit des Geistes, in der du dich unddein Werk reiner in uns kannst offenbaren. Amen zudeiner Verherrlichung!
Geliebter Bruder, sei doch wie ich nur ganz getrostund zufrieden mit dem Herrn und allen seinen Wegen.Er wird es gewiß gut machen; wir wollen ihn herzlich