reich und vollkommen beruhigt lebt, die sich allein mitIhm begnügt.
Dabei, weither Bruder, bleibe es denn durch dieGnade des Herrn, daß Er allein uns genug, und Hmund Meister im innern Reich unsrer Seele sei. Seinheiliges, aber auch liebendes Auge erforsche uns genau,und mache sich für ewig. Alles zu eigen, was in uns ist;auf daß wir stets reiner und einfältiger Ihm allein ange-hören und Er allein Gott in uns sein möge. Amen!Dem sei also!
Ich grüße Dich herzlich, und bleibe durch die Gnade
Dein
in dem Herrn verbundener Bruder.
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Fünfter Brief.
Auch bei beschwertem Gemüthe muß man sich ruhig Gottüberlassen, der Jeden auf den besten Weg führt. Beiseinen Schwachheiten stehen zu bleiben, gibt keine Stärke;diese ist nur in Gott zu finden. Wenn Körper und Ge-müth leiden, ist eine kleine Beschäftigung gut, um sichselbst darüber zu vergessen.
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In der unschätzbaren Gnade unsersHeilandes Jesus Christus, geprie-sen in Ewigkeit, Amen! herzlichgeliebter Bruder!
Deinen lieben Brief habe ich erhalten; er war mirum so angenehmer, weil ich darin einigen Bericht überDeinen körperlichen und Gemüthszustand finde; denn ob-schon wir alle unsre Hülfe nur allein vom Herrn erwar-ten, so nimmt doch die wahre Liebe gerne Antheil am
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