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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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E. Rau

willkommener sein könnten. Wie wohlgefällig sich dieleicht gerollten, allerdings von der Stirne mehr undmehr zurückweichenden Haare um die Schläfe legten undgegen hinten abfielen, dafür hat Fr. Bischer im neuestenHefte seiner kritischen Gänge (N. F. H. 4 S. 103,aus eines Knaben Munde ein rührendes Zeugnis mit-geteilt.

Die kräftig gebildete, in ihrer Richtung dem Zugeder znrückgehenden Stirne merkwürdig gleichlaufendeNase ist ohne tieferen Einschnitt mit der Oberlippe ver-bunden; diese selbst in der Mitte sehr deutlich gespalten;die Unterlippe merklich stark ausgeladen. Das kleineKinn weicht auffallend zurück. Durch diese Einziehungder unteren Gesichtspartien behaupten die oberen, Stirneund Augen, ein so entschiedenes Uebergewicht, das; siesicher stets den ersten Blick auf sich ziehen, wie denletzten festhalten.

Der Ausdruck geistiger Vorherrschaft in diesem Ge-sichte wird erhöht durch das, was Natur und Beruf ausUhlands Augen gemacht haben. Die lebhaften Bogenmit dem kräftigen Eckabschluß gegen außen und demenergischen Zug der Brauen lassen eine ungewöhnlicheEnergie leiblichen wie geistigen Schavens erraten; manchein tiefem Sinnen und eifrigem Studium verbrachteStunde hat in die umkleidende Haut die Spuren an-haltender Gedankenarbeit deutlich eingegraben. Wennman den Dichter in Uhland verkennen konnte, denGelehrten Hütte man eigentlich doch stets in ihm findensollen. Was freilich für die Skulptur immer am Augeverloren geht, ist auch hier nicht zu rette», das ahnungs-volle Dunkel der Pupille mit dem wunderbaren Schmelz

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