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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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E. Rau

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Ort seiner Bestimmung abgegangen. Wir glaubenfreilich nicht, das; damit schon das Höchste und Letzteerreicht sei, was die deutsche Nation von ihren Künst-lern für die Verewigung der allverehrten Züge fordernkann. Die sicher nicht ausbleibende Eröffnung einerallgemeinen Bewerbung um ein Nationaldenkmal desschwäbischen Sängers wird ja wohl auch erprobtereMeister an die gleiche Aufgabe führen. Gewiß abersind gerade diese dem jüngeren Kunstgenoffen dafürdankbar, daß er mit seiner rühmlichen Vorarbeit schonjetzt gezeigt hat, wie der Kopf Uhlands für ihre Kunstzwar einen schwierigen, aber doch auch einen lohnendenVorwurf bildet.

Uhland besaß weder eigentlich schöne, noch auchnur sogenannte interessante Züge, unter welch glück-lichem Deckwort man gewöhnlich den Mangel an Schön-heit zu verstecken liebt. Bekannt genug sind ja diemancherlei Scenen von Verwechslung, Ueberraschungund selbst von entschiedenem Unglauben, die der Dichter,nicht ohne selbst herzlich darüber zu lachen, auf denverschiedensten Stufen seines Lebens hervorgerufen hat.Und doch ist sein Kopf gerade für den Bildhauer nichtdurchaus ungünstig. Nehmen wir gleich die Stirne.Hochaufgewölbt, unten durch zwei sich kreuzende Ein-ziehungen wirkungsvoll geteilt, nach oben in der Mittenoch einmal merklich vorspringend, zu beiden Seitenkantig abgeschnitten, ist sie bei schärfster Ausprägungdoch ruhig und klar, ein echtes „Heroenvorhaupt". Ansie schließt sich aufwärts ein wohl ausgerundetes Ober-und ein stark entwickeltes Hinterhaupt, Bildungen, wiesie mit dem fein ansetzenden Nacken der Plastik nicht

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