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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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doch noch manches gewinnen ließ, was den mangel-haften Abbildungen nicht abzuzwingen war.

Das fertige Gipsmodell fand in der That auch inStuttgart, wo es mit ähnlichen Versuchen verglichenwerden konnte, und noch mehr in Tübingen, wo dasBild Uhlands am lebendigsten in der Erinnerung einesweiteren Kreises fortlebt, offene und warme Anerkennung.Einen ungleich höheren Wert jedoch als alle anderenKundgebungen mußte für den Künstler der Beifall haben,den ihm die Witwe Uhlands schenkte. Schon währenddes Schaffens wurde er von ihr mit einem Besuche imAtelier geehrt und fand sich dadurch noch inehr als zu-vor zur höchsten Anstrengung aufgefordert. Er durstediese bald mit dem vielbedeutenden Aufträge belohntsehen, sein Modell in Lebensgröße zu wiederholen undUhlands Büste für Uhlands Haus in Marmor aus-zuführen. Ein solches Vertrauen in volleni Maßewürdigend, hat sich der jugendliche Meister nicht miteiner bloß mechanischen Verkleinerung oder Nachbildungder Kolossalbüste begnügt. Von neuem wurde, was anUhlandbildern aufzubringen war, durchgegangen undalle berufenen Urteile über das erste Werk fanden eineaufrichtige Erwägung und dankbare Verwertung. Sokam ein neues Modell zu stände, das, in der Grund-auffassung unverkennbar auf dem vorhergehenden ruhend,doch noch da und dort den Erfolg erneuter Studienhöchst erfreulich an sich bemerken ließ.

In diesen Tagen nun hat die Ausführung incarrarischem Marmor, der besonders das Gesicht infleckenloser Reinheit herauskommen ließ, die letzte Voll-endung gefunden und ein echtes Kunstwerk ist an den