E. Rau
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und einer liebevoll ausgeführten Photographie von demälteren Büchner nunmehr auch ein plastisches Abbilddes teueren Hauptes dort finden?)
Ein Schüler Professor Th. Wagners, Ernst Rauaus Biberach, hatte gleich nach Uhlands Tod eineKolossalbüste zu modelliren begonnen. Es war keinleichtes Unterfangen für den jungen Künstler. Er hatteUhland im Leben nicht gekannt und besaß für denAnfang keine anderen Hilfsmittel als die bekanntenStiche und Photographien; außerdem eine von ihmselbst geformte Totenmaske. Das Morffsche Oelbildund die Buchnersche Photographie konnte er nur vor-übergehend sehen. An einer nach der Natur ge-schaffenen plastischen Vorarbeit fehlt es leider überhaupt.Uhland ist in seiner bescheidenen Art sein Leben langden Künstlern, die sein Bild verewigen wollten, nichtentgegen gekommen, sondern geradezu aus dem Wegegegangen.
Eine Hilfe freilich hatte Rau immerhin noch vordenen voraus, die die Züge eines großen Toten erstum viele Geschlechter später erneuern sollen. Der Ratund das Urteil solcher, die dem Dichter im Leben näher,ja ganz nahe standen, ist seiner Arbeit von vornhereinzu gut gekommen. Die lebhaften Hoffnungen, die sieschon in ihren Anfängen bei einigen Kennern erweckte,führten ihm bald eine Reihe von Freunden und Ver-wandten Uhlands zu, aus deren Lob oder Tadel sich
U Das Haus ist inzwischen in andere Hände gekommen, dieBüste, wie oben erwähnt, in das Stuttgarter Museuni der lüld.Künste.