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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Wilhelm Zanth (1796—1857) aus Breslau, einem derunterrichtetsteu Architekten seiner Zeit. Zanth war imJahre 183l zum erstenmal nach Stuttgart gekommenund schrieb hier seine Schrift über die pompejanischenWohnhäuser.

Leins suchte sich auch durch Reisen, was ohnedemzeitlebens seine höchste Lust war, weiter zu bilden. Einbesonders reichhaltiges Skizzenbuch brachte er von einemAusflug zurück, der ihn im August und Septemberl834 über Augsburg und München nach Salzburgund von da über Regensburg und Nürnberg in dieHeimat zurückführte. Neben zahlreichen Werken desMittelalters wurden mit gleicher Liebe die Schöpfungender deutschen Renaissance von ihm ausgenommen, aberauch die italienische Renaissance in Salzburg und derHolzbau des Gebirges nicht verachtet.

In Stuttgart wagte sich der junge Mann bald andie selbständige Ausführung von Privatauftrügen; erbaute das Wohnhaus des Schreiners Ketzel, späterEigentum von Oberbaurat von Bühler (Wilhelmsstraße 7)und das des Hofsecklers Lienhard (Ecke der Hauptstätter-und Christophsstraße). Aber das Verlangen nach höhererAusbildung zog ihn im Jahre 1837 dahin, wo biszum Jahre 1870 fast alle württembergischen Künstlerihre weitere Ausbildung gesucht hatten, nach Paris.Zanth, der dort zuvor schon mit dem berühmten Archi-tekten Jak. Jgn. Hittorf aus Köln (1702—1867) zu-sammen gearbeitet hatte, konnte ihm die besten Empfehlun-gen mitgebeu. Leins fand auch bald Beschäftigung undUnterweisung im Atelier des fast gleichalterigen HenriLabrouste (1811—1875), der später die Bibliothek