Ehr. F. Leins
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folgte dem Berufe des später auch zum Stadtrat ge-wählten Vaters und übernahm nach dessen Tod seinGeschäft. Unser Christian, geboren zu Stuttgart am22. November') (nicht, wie er selbst glaubte und ge-wöhnlich angab, am 23. Okt.) 1814 besuchte zuerst dieVolksschule, dann sechs Jahre lang die Realschule, wosich der aufgeweckte Knabe bei jedem Klassenschluß einenPreis holte. Fünfzehnjährig kam er auf zwei und einhalbes Jahr in die neu gegründete Gewerbeschule undtrug dort bei zwei Jahresprüfuugen drei Medaillendavon. Bald stand der Entschluß bei ihm fest, nichtWerkmeister, sondern Architekt zu werden. Nach da-maliger Sitte ging er nun drei Sommermonate in einepraktische Lehre, aber statt auf den Werkhof des Vaters,der ihm von Kind auf nicht fremd geblieben war, aufden Zimmerplatz von Meister Stähle. Beim Austritterhielt er das Zeugnis eines Zimmergesellen erster Klasse.Die Wintermonate brachte er anfangs im Atelier vonProfessor Heigelin^) zu, einem sehr kenntnisreichen,seinerzeit auch als Schriftsteller in seiner Kunst be-kannten Baumeister, der neben Baurat FerdinandFischer, dem Sohne des Hauptbaumeisters von HerzogKarl, sein Lehrer in der Gewerbeschule gewesen war.Nach Heigelins allzu frühem Tode ging er auf das Bureaudes Hofbauinspektors Schmolz, eines Untergebenen vonHofbaumeister Thouret^), und als dieser erkrankte, zudem späteren Erbauer der Wilhelma, Karl Ludwig
') Nach dem amtlichen Geburts- und Taufrecstster auf demRathaus.
-) S. Nr. XXXV. K. Etzel. S. 399 Anm. I.
-) S. Nr. XIV.