einen Ruf nach Basel als Oberingcnieur der schweizeri-schen Zentralbahn. Gleichzeitig wurde ihm im Jahre1852 die Oberleitung des Bahnbaues in St. Gallenvon der Gesellschaft der Vereinigten Schweizerbahnenübertragen. Die Schweiz, das Gebirgsland, war einwillkommenes Wirknngsfeld für das Genie des Mannes,der seine Hauptstärke hatte „in der Wahl der Tracen,im Vermeiden kostspieliger Kunstbauten und in der An-wendung der einfachsten Konstruktionssysteme für letztere,wo sie unvermeidlich waren". Neben den großen Auf-gaben dieser Stellung lieferte Etzel, dem eine riesigeArbeitskraft eigen war, in jener Zeit noch mancherleiGutachten für Regierungen und Privatleute; auch ent-warf und baute er die neue Bank in Basel, einenOuaderbau in reichem Renaissancestil, dessen Einrichtungals überaus praktisch gerühmt wird.
Als die Zentralbahn so weit fertig war, daß siesein Landsmann und ehemaliger Untergebener bei derwürttembergischen Bahn, Wilhelm Presse!, vollends zuEnde führen konnte, folgte Etzel, jetzt schon zu denKoryphäen des europäischen Eisenbahnbaues gezählt,einer Einladung nach Wien als Direktor der neu-gebildeten Kaiser Franz Josef-Orientbahngesellschaft.Er nahm dahin einen Stab von trefflich geschultenTechnikern, worunter viele württembergische Lands-leute, mit. Seine weitgreifenden Verdienste um dasösterreichische Bahnnetz schildert der treffliche Nekrologin der Wiener Zeitung, dem auch sonst hier vielfachzu folgen war, mit den Worten: „Die Hauptliniedieser Gesellschaft, Ofen-Pragerbahnhof, war nach nichtvollendet, als die Fusion der Orientbahn mit der neu-