bemerklich. Aber den hoffnungsvollen Architekten führtendie damals in der Nähe von Paris gemachten Eisen-bahnbauten dem Jngenieurfache zu, worin er bald seinwahres Berufsfeld finden sollte. Der OberingenieurBened. Pet. Emil Clapeyron (geb. 1799), der zu An-fang des Jahres 1836 die Eisenbahn nach St. Germainauf dem rechten Seineufer zu bauen begann, zog dasProjekt des jungen Deutschen für die Seinebrücke beiAsniöres den übrigen Entwürfen vor und vertraute ihmdie Ausführung desselben an. Zugleich in das Kabinetseines Chefs ausgenommen und dadurch in alle Zweigedes Eisenbahnwesens eingeweiht machte Etzel im Wintervon 1836—1837 eine Studienreise nach England, dasdamals die Hochschule der jungen Eisenbahntechnik war.Später trat er als Ingenieur erster Klasse zum Bau derVersailler Bahn auf dem linken Seineufer über. Umdieselbe Zeit ließ er in Paris in französischer Spracheein Werk erscheinen: i^otiev sur tu. äisposition äes8ranä8 cliantikrs äs lerrassement ela. sie. 1839. 8",das in demselben Jahre zu Stuttgart unter dem Titel:Notizen über die Ausführung von Erdarbeiten ingrößerem Maßstabe u. s. w., Text in 4°, Atlas inFolio, deutsch herauskam. Auch wurde er damals einlebhafter Korrespondent der Wiener Bauzeitung, derenRedakteur Förster ihn in Paris kennen gelernt hatte.
In die Heimat zurückgekehrt schrieb Etzel eine Schriftüber die „Notwendigkeit und Ausführbarkeit einer Eisen-bahn durch Württemberg" (1839). Da man aberdort für Eisenbahnen noch nicht reif war, lehnte erdie Einladung zum Eintritt in den württembergischenStaatsdienst ab und siedelte noch im Jahre 1839 nach