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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. Etzel

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umfassenden allgemeinen Bildung, welche ihn vor denmeisten seiner Fachgenossen auszeichnete. Mit achtzehnJahren sollte er in das Tübinger Stift übergehen, aberstatt dessen setzte er es bei dem Vater durch, daß er ihnden eigenen Berns ergreifen und in die Stuttgarter Ge-werbeschule (jetzt Technische Hochschule) eintreten ließ.Er genoß dort den Unterricht des Architekten Professor KarlMarcell Heigelin'), des Hofbaumeisters Professor Nik.Friedrich Thouret^) und des Oberbaurats FerdinandFischers. Zu Hause leitete der Vater, dem als Mini-sterialreferenten für das Straßen-, Brücken- und Wasser-bauwesen ein großes praktisches Material zu Gebot stand,seine Studien. Daneben war der junge Etzel ein fleißi-ger Besucher der Kunstschule, wo er nach der Antikeund nach dem lebenden Modell zeichnete, als wollte erMaler werden.

Im Jahre 1835 ging er nach Paris und fand dortals Zeichner Eintritt in das Bureau des ArchitektenFranz Christian Gau <1790—1853), des Erbauersder Kirche der h. Clotilde. Er wurde auch mit demBaumeister Jakob Ignaz Hittorff (1792— 1867) be-freundet und machte sich in kurzer Zeit durch seineelegant gezeichneten und glänzend kolorirten Ornamente

*) Geb. (nicht in Stuttgart, sondern) auf seinem väter-lichen Gute Floride (dem jetzt sogen. Fasanenhof) bei Echterdingenim I. 1798, gest. zu Stuttgart im I. 1833. Vgl. den vonOberbaurat A. v. Tritschler am 6. März 1874 im Stuttg. Poly-technikum über ihn gehaltenen Vortrag im Staatsanz. f. 2V.3g. 1871 S. 359 und in der Schwab. Kronik Jg. 1874 S. 537.

2) S. Nr. XIV.

°) S. Nr. V. R. F. H. Fischer, am Schluß.