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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. F. Veisbarth

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Verwaltungsgeschäfte hätten auf seine Schultern wohlallzu schwer drücken mögen. Er war und blieb bis insAlter durch und durch Künstler. Erfinden und Zeichnenvom frühen Morgen bis zum späten Abend, das warseine Lust. Die Thätigkeit auf dem Bauplatze, wo erüber den Unverstand der Gesellen leicht heftig aufbrauste,um allerdings ebenso schnell wieder gut zu sein, empfander schon eher als eine Last.

Eine andere Befriedigung, die Beisbarth aus seinerKunst schöpfte, war der Hochgenuß des Studiums undder verständnisvollen Wiedergabe, alter Baudenkmale.Als Heideloff sich anschickte, die „Kunst des Mittelaltersin Schwaben" mit Wort und Bild zu schildern, über-trug er ihm die architektonischen Aufnahmen für diesesWerk, auf dessen Titelblatt (vom Jahre 1855) Beis-barth neben Heideloff selbst und Fr. Müller, dem Ver-fasser des Textes, ausdrücklich genannt ist. Leider bliebdas schöne Unternehmen unvollendet, aber in dem erstender unter dem Titel: „Mittelalterliche Baudenkmaleaus Schwaben" dazu herausgegebenen Supplementhefte:„Eßlingen" (1856. Fol.) konnte unser Meister wenig-stens die dafür gemachten Studien ausgiebiger ver-werten. Er gab darkn außer den Grundrissen derFrauen-, Pauls-, St. Dionysius- und St. Georgs-kirche auch Aufrisse, sowie Querdurchschnitte der elfterenund Details aus dieser und der letztgenannten. DieJahreshefte des Württembergischen Altertumsvereinszieren von seiner Hand die Abbildungen von zwei köst-lichen Denkmalen, dem Abtsstuhle in der Klosterkirchezu Maulbronn (in Heft VIII) und dem Marktbrunnenzu Urach (in Heft IX). Wenn uns über Beisbarths