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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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suchten sich in der Gemäldegalerie und im Kupferstich-kabinet auf eigene Faust weiter zu bilden. Nehcr maltezu Hause kleine biblische Kompositionen und erfreutedamit die Tante, Herrn von Ow und andere Gönner.Daneben las er jetzt Goethe und Schiller, lernte Wandauswendig und studirte mit Eifer geschichtliche Werke.Als treuer Kamerad und heiterer Gesellschafter fand erauch unter den jungen Fachgenossen viele Freunde. Ernennt als solche die Maler (?) Brentano (?-—?) ausDarmstadt, Eugen Nap. Neureuther (1806—1882),Johann Georg Hiltensperger (geb. 1806), WilhelmLindenschmit (1806—1848) und dessen Bruder Ludwig(1809—1893). Ihr Mittelpunkt war der BildhauerLudwig Schwanthaler (1802—1848), mit dem sie beiGesang und Zitherspiel viele heitere Stunden verlebten.Mit liebreicher Gesinnung kamen dem jungen Ober-schwaben auch Professor Konrad Eberhard (1768 —1859),der Nazarener unter den Bildhauern, sowie dessen Bruderund Gehilfe Franz (1767 — 1836), welche aus dembayrischen Allgäu stammten, entgegen.

Freundschaftliche Beziehungen zu dem Maler JosefSchlotthauer (1789—1869), der damals an den vonCornelius entworfenen Fresken der Glyptothek malte,wurden für Neher doppelt wertvoll, als im Spätsommer1824 ein großer Wendepunkt in der Münchener Aka-demie eintrat, die nach dem Tode Langers erfolgte Be-rufung von Cornelius an die Spitze dieser Anstalt.Ein glänzender Fackelzug empfing den im Jahre 1825ron Düsseldorf ankommenden Meister. Neher war soglücklich, ihn mit einigen Mitschülern persönlich begrüßenzu dürfen. Cornelius erlaubte ihm schon an einem