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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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der folgenden Tage, die kleinen zu Hause gemaltenBildchen und eine größere Bleistiftzeichnung, den Ver-kauf Josefs an die midianitischen Kaufleute darstellend,vorzulegen. Wie fühlte sich das Herz des Jünglingsgehoben, als der Meister ihn sofort ermunterte, unterseiner Leitung und mit sorgfältig nach der Natur zumachenden Studien einen Karton mit lebensgroßenFiguren in der Akademie auszuführen! Neher wähltedie Wiedererkcnnung Josefs und seiner Brüder inAegypten und zeichnete rüstig darauf los in einem Saalzusammen mit Robert Eberle <1815 — 1860), HermannAnschütz (1802—d>, Karl Stürmer (1803—?) undWilhelm Kaulbach (1805—1874), von denen jedereinen Karton unter den Händen hatte. Nach einemhalben Jahre konnte die fertige Arbeit in die Schüler-ausstellung gebracht werden. Der Karton fand nichtnur dort, sondern auch in Stuttgart, wohin ihn Nehermitnahm, als er im Jahre 1826 eine Kunstprüfungzur Befreiung vom Kriegsdienste zu bestehen hatte,großen Beifall, besonders bei Dannecker und dem MalerEberhard Wächter. Während dieses Stuttgarter Auf-enthalts machte der immer Fleißige den Entwurf zueiner Zeichnung: Graf Eberhards von WürttembergKlage um den in der Schlacht von Döffingen gefallenenSohn Ulrich. Das bekannte Gedicht von Uhland unddie im Chor der Stiftskirche aufgestellten Grafendenk-male von Simon Schlör hatten ihn dazu inspirirt.Als er damit nach München zurückkam, förderte Cor-nelius seine Absicht, diesen Gegenstand als Oelgemüldeauszuführen, durch die Anweisung eines besonderenZimmers in der Akademie und ermutigte ihn, das nach