K. I. B. Neher
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gemeinsamer Mittagstisch in der sogenannten Würgerei,d. h. in dem Hause des biedern MetzgermeistersWürger in der Steinstraße, vereinigte damals eine An-zahl talentvoller und aufgeweckter junger Leute, die beider Landesvermessung angestellten Lithographen Maltaund Lohbauer, den als Oberbaurat verstorbenen Archi-tekten Knoll, der später eine Tochter aus diesem Hanseheimführte, und andere. Mit dankbarer Anhänglichkeitgedachte Neher immer auch der Familie des Münz-graveurs Wagner, von dessen Söhnen Theodor'), derBildhauer, Albert, der Maler, und zwei Theologen zuseinen vertrautesten Freunden gehörten.
Allein trotz allem fühlte der junge Mann doch, daßseines Bleibens in Stuttgart nicht allzu lange seindurfte. Er richtete seine Augen auf München, wo sichdamals durch den Kronprinzen Ludwig ein weit reicheresKnnstleben entwickelt hatte. In dieser Wahl bestärkteihn sein oberschwübischer Landsmann Anton Gegenbaur,der als Zögling der dortigen Akademie nach Stuttgartgekommen war. Aus dessen Betreiben verwandte sichauch Dannecker bei dem Magistrat in Biberach für Neherum eine länger dauernde Unterstützung. Ehre der hoch-herzigen Gesinnung dieser Stadtvertretung, daß sie demhoffnungsvollen Bürgersohn abermals und diesmal miteinem ansehnlichen Stipendium unter die Arme griff!Neher nahm von Stuttgart Abschied, behielt aber einegroße Anhänglichkeit an die Stadt, wo er so schnell dieErfahrung gemacht hatte, daß es auch „drunten imUnterland" weiche und freundliche Herzen gebe. Auf
9 S. Nr. XXX, wo auch seine Brüder erwähnt sind.