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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Neben der Dankbarkeit gegen seine Eltern erfülltedes greisen Künstlers Herz eine tiefe und treue Er-kenntlichkeit gegen alle Huld und Förderung, die ihmsein König Wilhelm erwiesen. Schon bei Lebzeitendes Fürsten hatte er das Modell zu einem Reiter-bilde desselben gefertigt, in dem er sein Höchstes zuleisten gedachte. Er ließ es nunmehr in München inErz gießen und übergab dasselbe als Geschenk dem Vereinfür Förderung der Kunst zur Aufstellung in der Haupt-stadt. Es wurde am 25. Okt. 1884 im Vorgarten desMuseums der bildenden Künste enthüllt, wobei dieStadt Stuttgart dem Künstler das Diplom ihres Ehren-bürgerrechts überreichen ließ. Man mag bedauern, daßHofer in der Bekleidung der lebhaft bewegten Gestaltdes Königs nicht noch um einen Schritt realistischergegangen ist. Hätte er den Mantel weggelassen unddas fürstliche Haupt mit dem historischen Federhuteseiner Feldzüge oder dem späteren Käppi bedeckt, würdenwir ganz „unfern König Wilhelm" darin gesehen haben.Das Pferd steht in seiner edlen Bildung und elastischenBewegung weit über vielen neueren Denkmalrossen.Kenner mögen daran besonders die Richtigkeit der Fuß-setzung des Tieres im Schritte bewundern, die bei sovielen Reiterdenkmalen falsch ist. Hofer that sich viel

der bes. Beilage des württ. Staatsanz. Jg. >882 S. 355 sf. Einanderes Geschenk, das H. der Stadt Ludwigsburg testamentarischvermacht hatte, die Büste der Gemahlin des srühercu englischenGesandten in Stuttgart, Sir Alex. Charles Malet, wurde imI. 1887 dem Sohne desselben sür 500 Mark abgetreten,welche als Beitrag zu den Kosten eines Grabdenkmals sür Hoferverwendet wurden.