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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Bei demselben Aufenthalt in Carrara schuf Hofernoch ein anderes Modell aus früherer Zeit in Marmorum. Er hatte schon im Jahre 1850 die Skizze einesSchiller-Standbildes entworfen und der Stadt Marbachdas Anerbieten gemacht, dieselbe im Andenken an seinedorther stammende Mutter zu einem sehr billigen Preisefür die Schillerhöhe in Marmor herzustellen. SeinAnerbieten wurde — wir wissen nicht warum — ab-gelehnt. Hofer machte aber doch das lebensgroßeModell fertig und brachte es einmal lim Jahre 1859?)im Stuttgarter Schloßgarten zur öffentlichen Aus-stellung. Es fand damals geteilten Beifall und keinenBesteller. Im Jahre 1882 machte er die Marmor-statue seiner Vaterstadt Ludwigsburg zum Geschenk,wo sie an dem Wege vom Bahnhof zur Stadt vordem k. Gewehrmagazin aufgestellt wurde. Eine In-schrift am Sockel verewigt den Namen seiner Elternund die dankbare Gesinnung des Sohnes. Schiller istmit Benützung der Danneckerschen Büste für den Kopfals junger Mann dargestellt, der eben eine dichterischeInspiration empfängt und niederschreibt. Diese Auf-fassung hat in der Bewegung des Oberleibs, derHaltung der Hand und dem Mienenspiel des Gesichtseinen sehr lebhaften und treffenden Ausdruck gefunden.Weniger glücklich zeigte sich der Meister in der Behand-lung des Mantels, wie denn überhaupt die Gewandungnirgends seine Stärke war. Ter Mangel einer strengenkünstlerischen Schulung machte sich hier am meistengeltend, l)

9 Einen ausführlichen Bericht gab darüber P. Weizsäcker in