ihm gegenüber auf einen Gedanken zurück, den er nacheinem Briefwechsel Danneckers mit Wagners durch denletztem schon im Jahre 1825 hatte ausführen lassenwollen: die Herstellung von Kopien der Dioskuren-grnppen von Monte Cavallo vor dem Quirinal inRom. Während Wagner damals die Schwierigkeitender Sache, besonders die Gewinnung von Abgüssen,allzu scharf betonte, verstand es Hofer mit klugem Sinne,aus der Idee des Königs eine andere hervorwachsen zulassen. Er erbot sich, nach dessen eigenen Pferdenselbst Originalgruppen zu schaffen, die zugleich Denk-male der unermüdlichen Bemühung des Landesherrnum die Hebung der Pferdezucht werden sollten. DieBestellung erfolgte im Jahre 1842. Anderthalb Jahreverwendete Hofer auf die Modelle, wozu ihm dieschönsten Tiere des königlichen Privatgestütes zur Ver-fügung waren. Eines derselben stand fortwährend ineinem Nebenraume des Ateliers, das ihm in demGebäude des königlichen Gemüsegartens eingerüumtwurde und später dauernd verblieb. Die ersten Pferde-keuner der Stadt, wie Graf Taübenheim, Oberst vonHamel u. a. halsen dem Künstler mit ihrem Rate.Zur Ausarbeitung in Marmor^) brachte Hofer dreiJahre in Carrara zu. Die Ueberführnng der fertigenWerke zu Schiss von Livorno über Rotterdam den
-) S. 6oc>. trist. x»I. Nr. 750 der k. ösf. Bibliothek zuStuttgart.
2) Die Gipsmodells kamen von der Londoner Weltausstellungdes Jahres 1851, wo sie von den pserdekundigen Engländern vielbewundert wurden, durch Kauf in den Kristallpalast vonSydenham.