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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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der Engel mit dem Taufbecken. Aus den fünf Jahren,welche Hofer in diesem Verhältnis zubrachte, läßt sichschon auch eine eigene Arbeit von ihm nennen, einBasrelief mit Achill und Chiron. Es wurde auf derStuttgarter Kunstausstellung von 1827 ansgestellt undvon dem württcmbergischen Knnstverein angekaust. Answelchem Material es war und wohin es später kam,wissen wir nicht zu sagen. Neber die nächsten zehnJahre, von seinem Austritt bei Thorwaldsen bis zurZurückkunft nach Stuttgart, also vom Jahr 1828 bis1838, weiß man gar nichts, als daß er in Rom blieb.Meistens soll er doch wieder von Thorwaldsen beschäftigtgewesen sein. Aber was waren seine eigenen Arbeitenund wo verblieben sie? Wir kennen nur eine, die ermitbrachtc, als ihn ein unbezwingliches Heimweh überdie Alpen znrücktrieb, eine Psyche in Marmor. Siewurde von König Wilhelm angekaust und steht jetzt imköniglichen Residenzschlosse, ein anmutiges Merkchen, andem zwei Vorzüge des Meisters hervorstechen, die er nieverleugnet hat: redliches Naturstudium und eine sehrgewandte Meißelführung.

Der Meister blieb nun in Stuttgart und fertigteallerlei Modelle, die zum Teil erst später zur Aus-führung in Marmor kamen. König Wilhelm hatte bisdahin den größeren Teil seiner Aufträge dem BildhauerTh. Wagner zugeteilt, der inzwischen Professor an derStuttgarter Kunstschule geworden war. Der Fürstmochte sich mit der munteren und gefügigen Persönlich-keit Hofers leichter befreunden, als mit dem etwasschwerlebigen Wagner; er wandte seine Gunst nun mehrdem Neuankömmling zu. Eines Tages kam der König