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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. A. Gcgcnbaur

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Hausflur von zwei Banditen angefallen und seiner Uhr,Kette, Ringe und Baarschaft beraubt wurde. Schontrüher einmal bei Amalsi in die Hände von Räuberngeraten, wußte er, was in Italien Sitte ist; er setztesich nicht zur Wehre und bezeugte den Herren dannspäter sogar vor dem Schwurgericht, daß sie ihn niitaller behandelt hätten. Jeden Frühling

kehrte er mit irgend einer wertvollen Arbeit über dieAlpen zurück; wir erinnern nur an die zwei Madonnen,die, zu Rom in den Jahren 1873 und 1874 gemalt'),beide nach Komposition und technischer Ausführung nochkeinen Nachlaß seiner Kunst verraten. Mit solchenWerken Pflegte er gern seine Freunde zu beschenken;er besaß deren viele diesseits und jenseits der Alpen.Von Haus aus eine höchst liebenswürdige Natur hatteer im Umgänge mit Italienern und hohen Personenaus allen Weltgegenden jene leichten und gefälligenUmgangsformen gewonnen, die ihn auch ferner Stehendenzu einem angenehmen Gesellschafter machten. Seinenäheren Freunde aber wußten sein gutes und aufopferungs-sühiges Herz nicht genug zu rühmen. VerunglückteBerufsgenossen, ärmere Landsleute, Bedürftige jeder Artfreigebig zu unterstützen, war ihm, der für keineFamilie zu sorgen hatte, immer die größte Freude.

Bei seinem letzten Aufenthalte in Rom, wohin ihn dieFreunde im Herbst 1875 schon nicht mehr ohne bangeSorge ziehen sahen, hatte er hart und immer härterdie schweren Leiden eines Magenkrebses und einer

') Beide kamen in den Besch von König Karl u. KöniginOlga.

Wintterliu Württembergische Künsilcr.

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