306
I. A. Gegenbaur
Schlundverengerung zu bestehen. „Doch kam," soschreibt der würdige Geistliche, der ihn am Krankenlagerbesuchte und mit den Tröstungen seiner Religion versah,„keine Klage aus seinem Mnnde." Gegenbaur starbdaselbst am 31. Januar 1876.
Seiu dankbares Herz und seinen treuen Heimatsinnbezeugten noch nach seinem Tode manche Bestimmungenseines letzten Willens. Die Stuttgarter Staatsgalerieerhielt die Bildnisse seiner Eltern, den Karton vonHerkules und Qmphale, sechzehn in Oel gemalte Skizzender Arbeiten im königlichen Residenzschlosse und einegroße Kreidezeichnung, die Madonna mit dem Kinde. DieStaatssammlung vaterländischer Kunst- und Altertums-denkmale wurde durch einen großen zinnernen Krugmit dem Wappen von Wangen erfreut. Das nachAbzug einiger Legate noch übrige, ziemlich beträchtlicheVermögen bestimmte er in gleichen Teilen zu dreiStiftungen für seine Vaterstadt und einer viertenfür Stuttgarter Kunstschüler zu Reisen nach Italien.Tie künftig durch seiu Vermächtnis nach Rom geführtenjungen Kunstgenossen mögen dort auf dem Campo sautoder deutschen Katholiken, an der Mauer gegen diePeterskuppel, das mit einem Porträt-Medaillon vonWill). Rösch geschmückte Grabmal ihres Wohlthätersanfsuchen und immer wieder frische Kränze an demDenkmale des großen Künstlers, des guten Menschenniederlegen.
Ein Selbstbildnis hat Gegenbaur, wie schon erwähnt,auf dem Freskobilde: Eberhards i. B. Einzug in Tübingenangebracht. Es gibt drei weitere Selbstbildnisse vonihm: ein Jugendbild, Kreidezeichnung, im Besitze des