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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. A. Gegenbaur

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jährigen Kunstjünger nnch München, wo er bei DirektorRobert von Langer (1783—1849) um Aufnahme indie Zeichenschule der Akademie nachsuchte. Bei derersten Vorstellung zeigte der kleine Allgäuer zum Be-weise dessen, was er bisher gelernt habe, ein Oelgemülde,einen Temokritoskopf, vor. Langer stritt ihm dieUrheberschaft ab, bis er sich treuherzig erbot, die Arbeitunter dessen Augen zu wiederholen. Das Bild cxistirtnoch. Es leuchtet aus demselben, neben der für jenesAlter ungewöhnlich sicheren Zeichnung, dem Beschauerein so wunderbares koloristisches Feuer entgegen, daßjener Zweifel ganz entschuldbar erscheint. Anton wurdeausgenommen. Mit dem Malen war cs jetzt eine Zeitlang aus. Er sollte zuerst noch einen in seiner strengenSystematik stets vier bis fünf Semester ansfüllendenZeichcnkursus durchmachen. Mit seinem Talent, seinemFleiß und seinem freundlichen Gesicht schmeichelte er demgestrengen Herrn Direktor über die Hälfte der Zeit ab undfand sich bald mit einigen jungen Genossen, dem GothaerPaul Emil Jacobs (1802—1866) und dem BayreutherAugust Riedel (1800—1883) in der Vorliebe für diedamals sonst ziemlich vernachlüßigte Farbe zusammen.

Im Jahre 1820 kam Gegenbaur mit einem Oel-gemälde, das auf der Münchener Ausstellung jenesJahres Glück gemacht hatte, einem h. Sebastian, dener später der Stadtkirche seiner Vaterstadt schenkte, zuden Eltern auf Besuch und malte dabei das Porträtseines Vaters und der jetzt mit Antons Berufe ganzausgesöhnten Mutter?) Mit diesen beiden Bildnisten

) Beide in der Stuttgarter Stnatsgalerie.