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I. A. Gegenbaur
kunstfreundlicher geistlicher Schulinspektor in den ihm vor-gelegten Schriften und Zeichnungen so viel Talent,daß er sich für den Jungen in Stuttgart verwandte.König Friedrich ließ ihm auch sofort die Aufnahmein die Porzellanfabrik Ludwigsburg oder in ein ähn-liches Institut anbieten. Eine Kunstschule gab es jadamals nicht in Württemberg. Aber der kleine Manntrug schon zu viel von einer freien Künstlerseele in seinemBusen. Mit den Worten: „Ich will nur Maler, nichtHafner werden" bewog er den Bater, die königlicheGnade abzulehnen.
In der lateinischen Schule, wohin er nun versetztwurde, gewann er die Gunst eines kunstsinnigen Geist-lichen von Wangen, des Dekans Joh. Gebh. Weiß sgest.1825), der ihn ans seiner eigenen Sammlung mitKupferstichen und Gemälden zum Kopiren versah.Auch der Maler des Städtchens, Jakob König, einnicht ungeschickter Künstler, nahm sich seiner wacker an,war aber ehrlich genug, ihn nicht in die Lehre zunehmen, weil er sich diesem Talente als Meister nichtgewachsen fühle. Wie sodann Anton dem Lose eineswürttembergischen Schreibers glücklich entgeht und inder obersten Dachkammer des väterlichen Hauses heimlicheingeschlossen auf einem der Mutter gestohlenen StückLeinwand seinen ersten Versuch im Oclmalen macht,von dem dahinter gekommenen Vater aber ungewöhnlichvernünftig behandelt wird, dies und anderes mehr, wassich noch in Wangen mit ihm zugetragen, kann inerwünschter Ausführlichkeit in Grimms Geschichte vonWangen nachgelesen werden.
Wir selbst eilen etwas rascher mit dem fünfzehn-