I. A. Gegenbaur
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seiner Frau Magdalene, einer geb. Rudhard, ein Knüb-lein geschenkt, dem man in der Taufe die Namen JosephAnton gab?) Dankbarkeit für das spät noch gewährteMutterglück und ein ernster, tiefreligiöser Sinn scheinendie Frau schon frühe bestimmt zu haben, in ihremHerzen das einzige Söhnlein dem Dienste der Kirchezu weihen. Als nun in dem körperlich und geistigmunter gedeihenden Kinde bald ein ungewöhnlicherKunsttrieb zu Tage trat, war es, gerade umgekehrtals das sonst zu geschehen pflegt, die Mutter, die trotzihrem fein angelegten Gemüte sich dieser Neigung oftnicht ohne Schroffheit entgegenstellte. Der achtjährigeKnabe brachte einmal von der Schule eine auf dieSchiefertafel gezeichnete Hirschjagd, welche die Be-wunderung aller Mitschüler gewesen war, nach Hause.Statt der erhofften Belobung erhielt er von der Muttereine Ohrfeige, „daß er die Engel im Himmel musizirenhörte." Cr pflegte dies später seine Kunstweihe zu
heißen. Die gute Frau mochte sich freilich an dem
Stoffe dieser ersten Komposition ganz besonders gestoßenhaben; die unbändige Jagdlust ihres Mannes hatte ihrschon manchen Seufzer ausgepreßt. Der kleine Antonaber ließ sich durch diesen Widerstand um so wenigerabschreckcn, als er beim Vater mindestens ein stillesGewährenlassen fand. Er legte sich bald eifrig aufsFederzeichnen und schon im Jahre 18 l 2 erkannte ein
K An seinem Geburtshause wurde am 6. März 1887 eineBronze-Tafel mit dem Geburts- und Todesdatum aus derWerkstatt von Paul Stotz und Cie. feierlich enthüllt. Damitwar eine Ausstellung von Werken Gegcnbaurs verbunden, worüberBrinzinger (s. Quellen) S. 12 sf. berichtet.
WintterNn Württembergische Künstler.
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