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I. W. Braun
dem vermöglichcn Vater ausgiebig unterstützt, mitArbeiten nicht allzu viel geplagt haben.
Im Jahre 1828 heiratete Braun Therese Zanetti,die Tochter eines Musikmeisters in Perugia, in dessenHause der Maler Gegenbaur wohnte und auch anderedeutsche Künstler viel verkehrten. Bald daraus nachStuttgart zurückgekehrt, fand er keine Aufträge und gerietin eine verbitterte Stimmung, die sich durch scharfeUrteile über die damaligen Kunstzustande in WürttembergLuft machte. Aus Rom hatte er eine lebensgroßeChristusstatue in Gips mitgebracht. Von mehrerenAbgüssen derselben sendete er einen auf die Kunst-ausstellung des Jahres 1829 nach München, der späterin die St. Michaelskirche nach Fürth kam. L. Schornberichtete darüber im Kunstblatt; ') er lobte die Figurund Gewandung, behauptete aber, der Ausdruck desKopfes habe etwas Schwächliches, besonders in denAugen, die herabfallenden Haare seien zu mager undder Bart zu zierlich gepflegt. Braun verteidigte sich ineinem Briefe aus Stuttgart vom Dezember l829
mit anerkennenden Aeußcrungcn von Wächter, Corneliusund Thorwaldsen. Aber Schorn blieb in einer Nach-schrift bei seinem Urteile, das wir nach eigener Kenntniseines Abgusses bestätigen müssen.
Um sich und seine Familie vor Not zu bewahren,mußte Braun das väterliche Geschäft übernehmen.Doch verzichtete er nicht ganz und gar auf künstlerischeThätigkeit. Zwei Musen, Urania und Terpsichore, inden Jahren 1839 und 1841 für die Außenseite des
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U Jg. 1829 S. 384.2) Ebenda S. 420.