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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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XXVIII.

Johann Wilhelm Braun.

1796—1863.

^)er Bildhauer Johann Wilhelm Braun, geboren zuStuttgart am 29. November 1796, erlernte beiseinem Bater, dem Hofvergolder Joh. Christoph Braun,dessen Handwerk, erhielt aber daneben auch Unterricht imModelliren von dem Hofstukkator Mack, einem SchülerTanneckers. Als Vergoldergeselle durch die Schweizund Italien wandernd, kam er um das Jahr 1820nach Rom und ging dort zur Bildhauerei über. Ermietete sich ein Atelier und stellte sich unter die Leitungvon Thorwaldsen, der ihn, wie manche andere jungeKünstler, zuweilen besuchte und in seinen Arbeitenberiet. Mit Eifer erwarb er sich kunstgeschichtlicheKenntnisse, lernte gut über Kunst reden und war alsgeistreicher Gesellschafter und Gelegenheitsdichter beifestlichen Anlässen unter den römischen Künstlern undKunstfreunden geschätzt. H Dagegen soll er sich, von

Aus d. A. D. Biogr. Bd. 3 S. 274; erweitert.

U Nach mündlicher Erzählung von Bernh. Neher und Theo-dor Wagner. S. a. Ludwig Richter Lebenserinnerungen einesdeutschen Malers S. 173.