I. M. Manch
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für die süddeutsche Kunstgeschichte. Einen verdienstlichenBeitrag hiezu bietet auch sein Programm vom Jahre1849: Abhandlungen über die mittelalterlichen Bau-denkmale in Württemberg. Wie viel Manch mit seinerFrau, einer Tochter des Berliner Predigers Palmier, imeigenen Hause und sonst, insbesondere in der Künstler-gesellschaft Bergwerk, für Förderung einer edleren Ge-selligkeit gethan hat, ist in Stuttgart heute noch nichtvergessen.
Als geborener Ulmer übernahm der Meister im Jahre1849 mit besonderer Freude die Oberleitung der Restau-ration des Ulmer Münsters, war aber Künstler genug,um diesen Auftrag bald wieder abzugeben, als ihmdabei in Betreff der Stellung einer neuen Orgel Zu-mutungen gemacht wurden, die mit seinem künstlerischenGewissen unvereinbar schienen. Seine Kraft an be-deutenden Neubauten zu erproben, war ihm nicht ver-gönnt. Für die einzige größere Aufgabe, welche ihmin Stuttgart zugewiesen wurde, die Errichtung einerReiterkaserne <1841—1845), waren die Mittel zuspärlich bemessen, um einen eigentlichen Kunstbau zuerlauben. Eine Villa, die Mauch in dem StädtchenGaildorf für eine verwitwete Gräfin zu Waldeck in Steinerbaute und die vier Kandelaber am Stuttgarter Schiller-standbilde loben ihren Meister. Er starb am 13. April1856. Sein Kunstgeist vererbte sich auf Kinder undEnkel, die in Oesterreich ihre Heimat gefunden haben.