XXVII.
Joseph Joachim von Schnizer.
1792—1870.
it seinen oberschwäbischen Lnndesteilen erhieltWürttemberg zu Anfang des neuen Jahrhun-derts einen an künstlerischen Talenten ungewöhnlich frucht-baren Boden. Ihm entstammte unter vielen anderen auchder Schlachtenmaler Joseph Joachim von Schnizer,geb. zu Weingarten am 19. März 1792. SeineEltern waren der Oberst des schwäbischen Kreisregimentsvon Fürstenberg, Joseph von Schnizer, gebürtig ausKempten und Marianne, eine Tochter des Kanzlersvon Kloster Weingarten, Fidel Prestl von Jmnau.Ganz jung verlor er den Vater, aber, obwohl er nochsieben Geschwister hatte, brachte die Familie das Opfer,ihn im Jahre 1808 auf die Münchener Kunstakademiegehen zu lassen. Aus fleißigen Studien, wovon einOelbild: Achilles bei Priamus, Zeugnis gibt, riß ihnim Jahre 1812 die Aushebung zum württembergischenHeere. Eine Familienüberlieserung meldet, am Aus-hebungstage haben sich zwei seiner Brüder freiwilliggestellt, um den Bruder Maler frei zu machen, damit er
Aus einem Vortrag, geh. im Würit. Altcrtumsverein, nbgedr.in der Schwab. Kronik Jg. 18S2 S. 1100 f. Vgl. A. D. Biogr.Bd. 32 S. 176 f.