K. W. Gangloff
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zwanzigjährige „Skribent" die Amtsschreiberei in Merk-lingen und meldete sich als Kunstschüler bei Dannecker,der ihm mit „Herzlichkeit und Liebe" entgegenkam.
Aber das Glück dauerte nicht lange. Gangloff sollteimmer nur nach den in Danneckers Hause aufgestelltenGipsabgüssen von Antiken kopiren. Zum Zeichnen nachdem lebenden Modell wurde bei dem Meister keineGelegenheit gegeben. Und damit sich der Kunstnovizeum so gewissenhafter an das „Elementarstudium" halte,war ihm das Versprechen abgenommen worden, einst-weilen die Hand ganz vom Komponiren zu lassen.Das hielt der junge Feuerkopf, in dem es von Gestaltenund Entwürfen gärte, nicht aus. Er blieb von Danneckerweg, ohne jedoch von Stuttgart fortzugehen. Sogleichbegann er auch eine Komposition „Olympische Spiele",wozu er sich lebende Modelle, manchmal in der Personeines Freundes, verschaffte. Mündliche und schriftlicheVerständigungsversuche mit Dannecker führten zu keineniZiel und die ihm bewilligte Geldunterstützung, die ihm„überhaupt nie recht einleuchten wollte", hörte auf. Gang-loff verlebte nun im Umgänge mit Freunden und einigenjüngeren Kunstgenossen, dem Maler Wallis d. I. unddem Bildhauer Weitbrecht, glücklich freie, auch durcheine Herzensneigung verschönte Tage. Doch peinigtenihn mitunter Gedanken der Reue über das Zerwürf-nis mit seinen Gönnern und schwere Zukunftssorgen.Unter neuen Kompositionen, einer Hermannsschlacht,und Abrahams und der Seinigen Eintritt in das ge-lobte Land, steigerte sich seine Erregung zn einem ner-vösen Fieber, dem er, von der zärtlichen Mutter nachMerklingen abgeholt, am 16. Mai 1814 erlag. „Die